7-Gipfel -Wanderung
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Flumserberg/Tannbodenalp - Maschgenkamm - Ziger 2074 m - Zigerfurgglen 1997 m - Leist 2222 m - Rainissalts 2242 m - Gulmen 2317 m - Hoch Gamatsch 2229 m - Erdisgulmen 2286 m - Bütz - Alp Mütschüel 2018 m - Munzfurgglen 2027 m - Chrüzen 1907 m - Cuncels 1935 m - Seeben - Tannenbodenalp |
Eine gemütliche Wanderung. Für jedermann machbar, der die Kondition für ca. 6 Std. Marschzeit mitbringt.
Gesamtdauer 6 Std. Schwierigkeit T2 Distanz 14.6 km Höchster Punkt 2317 m Aufstieg in m Abstieg in m Autor Henrik Silberstein Gewandert am 20. Okt. 2005
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Anreise : Bahn nach Flums, Postauto nach Tannenbodenalp, Gondelbahn nach Maschgenkamm
Rückreise : wie Anreise
Tannenbodenalp Zigerfurgglen, Munzfurgglen (siehe Passübergänge St. Gallen) Heusee, Obersee Ziger, Leist, Rainissalts, Gulmen, (Erdisgulmen), Cuncels, (Chli Güslen, Gross Güslen ) steilster Anstieg zum Gulmen, aber guter Weg Abbruch der Tour : keine besonderen Schwierigkeiten
Mit der Bergbahn geht's wirklich oft leichter - auch wir lassen unsere morgendlichen Beine noch bequem in die Höhe liften - die Bergstation Maschgenkamm empfängt uns mit einem kühlen Wind, die Wolken ziehen nur langsam nach Osten und die Sonne kämpft sichtlich mit einem Durchbruch. Der Schilderwald hier ist noch moderat. Das Auge wird aber schon hier mit einer Weite belohnt, allein hier oben stehen zu dürfen, ist ein Geschenk. Wir schultern unsere Säcke und beginnen den Aufstieg - die offizielle Wanderzeit der "Sieben-Gipfel-Tour" wird mit 5 h 45 angeben. Danach stünde der Wanderer an der Talstation in Tannenbodenalp
Der erste "Höger" ist nach wenigen Minuten erstiegen: der "Ziger" (2074m). Hernach senkt sich der Pfad zur "Zigerfurgglen" (1997) und steigt in Serpentinen, der Weg ist etwas lehmig und vom Schnee, der hier auch schon kurz lag, aufgeweicht, hinauf zum 2. Gipfel, dem "Leist" (2222m) - hier verabschiedet sich die Technik. Bergstation Sessellift. Rundum erheben sich spitze Kreten und Gipfel. Die Ruhe und der Wind sind einzig zu erlauschen. Rechts vom "Spitzmantel" steigt der Wanderweg über ein helles Geröllfeld und schon steht man auf dem 3. Gipfel "Rainissalts" (2242m). Über ein blankgefegtes Plateau senkt sich der mit wenig Wegspuren erkennbare Pfad in die Senke "Brunnentuelen" zum "Gulmen", dem 4. Gipfel. Der Schreibende hatte etwas Bammel, den "Gulmen" hinaufzuschreiten, denn von unten sieht's steil aus...aber oben angekommen, gelang es auch der Sonne durchzubrechen - ein zweifacher Erfolg: die Sonne wärmte das Herz der kl. Eroberung des "Gulmen" (2317m). Die Szenerie ist überwältigend - unter uns das Sächserseeli. Dank trockenem Gras und festen zuversichtlichen Schrittes standen wir 15 Minuten später auf einer flachen Stelle (2229m) und suchten uns unseren ersten Picknickplatz...in einer Mulde, in der Nähe des "Hoch Camanatsch" - erneut auf einer flachen Anhöhe mit wieder 2229m Höhe.
Die Sonne und der nun wolkenleer gefegte Himmel zauberten eine Form von Glück in unsere nun aufgewärmten Körper - Erich zog genüsslich an einer Zigarre und ich hopste mit dem Fotogerät umher.
Ein paar Schritte den Hang des "Erdisgulmen" (2286m) angestiegen, bevor wir uns über eine Flanke durchs freie Feld (markierungsfrei) hinab begaben zum "Bütz" mit seinem anlandenden Seeli auf 2124 m. Ums "Bütz" viele Spuren, die hinweisen, dass im Sommer viele grosshufige Tiere hier weiden. Dann stossen wir wieder auf den Weg, der sich sanft zum nächsten Ziel hinzieht, links allerdings fällt das Gelände markant ab und gibt eine beeindruckende Sicht auf das Murgtal frei. "Mütschüel" auf 2018 m ist ein im Alpsommer offenkundig bewohnter Platz - ein langgezogener Bau. Links lässt es sich hier nach Oberterzen absteigen - um die Gipfelwanderung fortzusetzen, steigt der Weg rechts ein klein wenig an auf die Munzfurgglen (2027m), unterwegs kommt man noch an einem Seeli vorbei, das durchaus noch einen Namen verdiente...Am "Melchplatz" (1941m) halten wir eine kleine Rast - die Alp "Chrümmelbach" scheint auch hier im Sommer bedient zu sein: viele Tierspuren im Morast und sogar Reste einer Feuerstelle. Beeindruckend das Schichtmuster des "Sächsmoor" rechter Hand der Alp. Links davon, durch ein Trümmerfeld verläuft der Weg etwas ansteigend und wieder loslassend zum "Chrüzen" (1907m) - wie auf einer Terrasse präsentiert sich das weiss-grüne Kurhaus Seeben am Grosssee (am Nordabfluss). Darüber eine Vielzahl prägnanter Höhenzüge, deren Namen der Schreibende alle nicht kennt! Links vom "Chrüzen" möchten wir das "Munggenseeli" sehen und kommen mit der Kartendarstellung und der Wirklichkeit in Konflikt - erst auf dem "Cuncels" (1935m) erheischen wir das Ostufer, welches links durch eine steile Kuppe die Sicht nur teilweise frei gibt. Statt wie geplant wechseln wir hier die Richtung und "stürzen" uns hinab zum Grosssee und dem Kurhaus Seeben. Die beiden letzten Gipfel "Chli Güslen" ( 1868m) und den etwas tiefer gelegenen "Gross Güslen" (1833m) lassen wir zugunsten der fortgeschrittenen Zeit sprichwörtlich links liegen. Unten im Kurhaus genehmigen wir uns ein Rivella bzw. ..."en Suure-Moscht" - ein halbe Stunde später rennen wir förmlich dem Tannenalpboden entgegen - mit einer Einlage übers "Obersäss - Chrüz" (1596m), der Zwischenstation der Seilbahn. Unbeirrt von möglicher technischer Erleichertung des Abstiegs folgen wir auf dem breiten Weg weiter Richtung Talstation, die wir so erreichen, dass wir uns noch am Auto im Tageslicht die Schuhe wechseln können.
Die Zeit haben wir fast eingehalten - die 5 h 45' sind aber ohne Pausen berechnet. Insgesamt waren wir 7 Stunden unterwegs. Und kein einziger Tropfen Regen....
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Kartenausschnitt |
Varianten :
- Ausbau zur 8-Gipfel Tour. Aufstieg bis zum Erdisgulmen 2293 m, dann Abstieg auf Erdis 1992 m und weiter nach Bütz zum offiziellen Weg der 7-Gipfel-Wanderung.
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Flumserberge ![]()
SBB ![]()
Gondelbahn Tannenbodenalp - Maschgenkamm ![]()
Bergrestaurant Maschgenkamm, Berghotel Seeben
Karte 1:25'000, Spitzmeilen, Blattnummer : 1154

