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Ihre Meinung zum Biwakieren

 

Diese Seite beinhaltet eure zugesandte Meinung und Erfahrung zum Thema Biwakieren auf Wanderungen. Wenn ihr eigene Erfahrungen gemacht habt und diese uns mitteilen möchten, benutzt das Formular - Ihre Biwak - Erfahrungen, oder teilt sie sie uns formlos per E-Mail mit.

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Ihre Meinung

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CH Kari
14.10.2011

Hallo,
meine realen Ehrfahrungen sind noch bescheiden....freue mich aber tierisch auf morgen, da geht es ins schöne Toggenburg. Wir werden zu dritt (Frau & Mann mit 14j. Sohn inkl. Hund) das 2. mal wandern mit >Biwak<. Dieses mal wird es spannend sein die doch bereits tieferen Temperaturen und das frühere eindunkeln zu erleben....ich werde den kältesten Schlafsack (Komfortzone +4°) nehmen da einer unserer Söhne wieder mitkommt. Mal sehen...Zelt und Matte bringen ja auch noch ein wenig.

Beim ersten mal Biwakieren waren wir die bekannte Rundwanderung am Murgsee als Test abgelaufen. Das Übernachtungslager suchten wir nach dem essen beim Bergrestaurant Murgsee über den Furggelpass hinunter in der Baumgrenze.
Das war schlussendlich doch noch relativ schwierig....es war überall sehr Nass. Bzw. auf den Erhebungen wo es trocken gewesen wäre, war alles voller Kuhfladen von der Alpbewirtschaftung :)
Schlussendlich wurden wir aber doch noch fündig....versteckt das wir sogar ein kleines Feuer für eine halbe Stunde machten für unsere Servelat\'s. Der Schlaf-Platz etc. haben wir selbstverständlich beim verlassen wieder so hergerichtet damit kein geübtes Auge hätte sagen können, dass da jemand war....es wird uns sicher als Ersterlebnis immer in guter Erinnerung bleiben.

Unsere Ausrüstung;
UltraLight Zelt HUBBAHUBBA, Lightrucksäcke, wie auch UL-Matten und Schlafsäcke Komfortzonen von +4 bis -8...keiner trägt mehr als 10Kg Packung inkl. Essen/Trinken (inkl Wein). Ich hatte mich einige Zeit damit beschäftigt wie unsere Outdoorausrüstung fürs Biwakieren aussehen soll. Unser Vorteil war, da wir noch nicht alles hatten, sogleich auf Ultralight Ware zurückzugreifen. Es gibt sicher bessere oder schlechtere Produkte....wir haben für unsere Bedürfnisse diese abgestimmt.

Wasser fürs kochen (Kaffee/Suppen) wurde aus den Bächen entnommen oberhalb der *Kuhfladenzone*

Weiterhin viel Freude in der Natur wünscht CH_Kari

tinka
31.08.2011
tinka_fuerst@yahoo.de

liebe leute,
folgende frage: wir sind zu dritt, gerade in st.gallen und haben anfang oktober 3 tage zeit, um eine kleine tour zu machen. da auf durchreise, sind wir schlecht ausgestattet und auch nicht sonderlich erfaren; trotzdem große freunde des biwakierens. kennt jemand einen geeigneten platz/route in näherer umgebung, die nicht zu anspruchsvoll ist? wir wollen unsere unerfahrenheit nicht unterschätzen und überlegen, eventuell doch eine hütte o.ä. anzusteuern... freuen uns über vorschläge und anregungen. vielen dank!

Antwort Alternatives Wandern :

Von St. Gallen aus bietet sich das Alpsteingebiet (Appenzell) an. Höhere Gebirgsregionen sind um diese Jahreszeit zu meiden. Es könnte bereits Schnee geben. Mit eurer schlechten Ausrüstung und Unerfahrenheit würde ich euch einen der grossen Seen im Alpstein empfehlen (Seealpsee, Fälensee, Sämtissersee). Bei allen 3 gibt es in der Nähe auch ein Restaurant mit alt. Unterkunft, wenn das mit dem Biwakieren nicht klappt. Meglisalp wäre eine andere Idee

wolfgang
24.07.2011
wolfi49@bluewin.ch

Warum denn ein Zelt mitschleppen, das eh jeder sieht. Viel einfacher ist eine Exped Scout Hammond Combi Hängematte. Sie ist leicher (ca. 1 kg) und kleiner (Packmass 16x45cm). Die Hängematte ist überdacht und kann problemlos zwischen zwei Bäume gespannt werden.

 

Antwort von Alternatives Wandern:

Über 2000 m dürfte es ziemlich schwierig werden 2 Bäume zu finden ! Vom hochalpinen biwakieren wollen wir schon gar nicht reden.

Heinz Mueller
odin_100@bluewin.ch

Ich mache gerne Fotobiwacks da ich dann zur frühen Morgen oder späten Abendstunde gleich am Ort bin.Letztens bin ich auf den Säntis gefahren.Bin dann über den Liesengrat und Altmannsattel auf den Kreialpfirst gewandert wo ich dann biwackierte.Unterhalb von meinem Standort haben noch zwei ihre Zelte aufgeschlagen.War trotz schwerem Gepäck und kalter Nacht ein tolles Erlebniss.

Adil
03.05.2011
a.hazeen@solnet.ch

Spontane Idee!
Ich möchte für Aufnahmen des Sternenhimmels und um etwas zur Ruhe zu kommen im Juni im Tessin am Lago Chiera biwakieren. Zugegeben, sehr spontan und für meine Verhältnisse ausgefallen - hat jemand Tips? Soll ich mich dort irgendwo anmelden? Resp. gibt es dort einen Platz wo ich relativ eben ein Zelt aufstellen könnte? Ach - und falls irgendjemand ein brauchbares Zelt abzugeben/verkaufen hat: bitte melden!
Merci & frohes biwakieren euch allen.

Alternatives Wandern
Erich

Hallo Morena
deine Frage ist sehr allgemein. Tessin oder Graubünden. Ziemlich grosse Gebiete. Und wie hoch darf es denn sein? 1000m oder 3000m? Also kann ich nur ganz allgemein antworten.

Einige wenige empfohlene Biwakplätze findest du bei uns unter "Biwak-Stellen". Weiter findest du unter den Tessiner und Bündnerwanderungen auch Touren, die mit dem Zelt unternommen wurden. Dort wird auch erwähnt, wo biwakiert wurde.

Im weiteren kannst du natürlich nach einer Karte eine Region auswählen, die du bewandern möchtest. Du kannst auf einer Alp biwakieren, wenn der Älpler einverstanden ist. Dort gibt es mit Sicherheit Wasser und ev. Alpprodukte zu kaufen. Ansonsten würde ich mir einen Bergsee oder einen Bach zum Biwakieren aussuchen. Wenn du in genügender Höhe biwakierst, kannst du das Wasser bedenkenlos gebrauchen.

Vielleicht hat jemand einen konkreteren Vorschlag für dich

Es grüsst dich Erich

Morena
11.03.2010
morenabeyeler@bluewin.ch

Hallo, wir (2 Personen) würden gerne diesen Sommer 4-5 Tage eine Trekkingtour in den Schweizer Bergen unternehmen und zwar mit Rucksack, Schlafsack, Zelt... haben aber absolut keine
Erfahrung und wissen auch nicht wo es geignet ist zu biwakieren. Welche Gegend würden sie uns empfehlen und welche Raste wären geeignet um ein kleines Zelt aufzubauen ? Ev. mit einer Wasserquelle um die Trinkflasche aufzufüllen. Uns würde das Tessin oder Graubünden reizen. Wir wären froh um Rückmeldung an unsere e-mailadresse.
Danke Morena

Markus Rohner
30.01.2010
mc_rohner@hotmail.com

Nachdem wir schon in Neuseeland und Südamerika mit dem Zelt auf Wanderschaft waren, haben wir uns gedacht, so was müsste auch in der Schweiz machbar sein. Wir haben uns dann entschieden vom Oberhalbstein übers Tessin, Italien bis ins Wallis zu wandern. Insgesamt haben wir 8 Nächte wild gezeltet, den Rest in SAC-Hütten oder in offiziellen Zeltplätzen. Beim wild Zelten hatten wir nie Probleme. Zeltplätze: Fuorcla Starlera(Mulegns-Innerferrera), Valserberg(Hinterrhein), Laghetti die Taneda(Lago Ritom), Laghi Boden(Rif.Maria-Luisa IT), Alpe Curzalma(IT), Lago Bianco(Alpe Veglia IT), Galki(Zwischenbergenpass), Blüomatttälli(Turtmanntal)

Thomas Timmermann
8.11.2009
thomas@gletscherhorn.de

Hallo,
Ich bin seit fast 20 Jahren überwiegend mit dem Zelt in den Bergen unterwegs. Meistens im Piemont (GTA), im Engadin und in Norwegen. Bis jetzt habe ich durchgängig gute Erfahrungen gemacht, allerdings halte ich mich von Anfang an an (eigentlich) selbstverständliche Grundregeln:
Keine Abfälle hinterlassen
Nichts beschädigen
Kein offenes Feuer (nutze einen Trangia Sturmkocher zum Kochen)
Abseits gelegene Zeltplätze
Grünes Zelt
Details und Tourenbeschreibungen (incl. Biwakstellen) führe ich unter www.gletscherhorn.de

Verena
14.07.2009

Hallo
Wir planen diesen Sommer eine mehrtätige Wanderung rund um den Doubs. Vorgesehen wäre, dass wir unterwegs biwakieren. Hat jemand schon Erfahrungen gemacht, mit biwakieren am Doubs?

Michel
michel_emmenegger@bluewin.ch
19.02.2009

Ich plane im Sommer eine Velotour durch die Schweiz und komme auch durchs Bedrettotal. Eigentlich wollte ich irgendwo offiziell campieren, aber ich habe weder in Airolo noch in den Orten des Bedrettotals Zeltplätze gefunden und ich kann am selben Tag nach dem Gotthard nicht auch noch über den Nufenen, sonst fallen mir die Beine ab :). Hat jemand von Euch Erfahrungen im Bedrettotal, gibt es sogar kleine Zeltplätze und überwachen auch hier Postautofahrer mit den Felderstechern die Zeltsünder... ist doch alles irgendwie krank und zureglementiert.

Stefan L
13.08.2008

Mich hat das Biwakieren letztes Jahr (01.08.07) rund 450 Franken gekostet, weil mich ein Wildhüter angezeigt hat. Übernachtet habe ich in einem Seitental der Greina, weil ich den Aufstieg zum Piz Terri nicht mehr geschafft habe. Auch dieses Seitental (nicht nur die Greina selbst) ist ein Jagdbanngebiet, Allerdings wusste ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht...Ich hatte keine Feuerstelle gemacht, keinen Müll, ausser dem niedergedrückten Gras eigentlich keine sichtbaren Spuren. Antwort zu meiner Kritik an der Strafhöhe: "Seien Sie froh, dass ist noch nahe der Untergrenze."


Gruß Stefan

Daniel Zbinden

18.10.2006

Da staune ich beim lesen dieser Beiträge.
Pfadis, auch Cevi, Kadetten, usw. schlafen auf Wanderlagern oder Hike seit Jahrzehnten irgendwo draussen. Sogar in grossen Gruppen von bis 30 Kindern.

Klar sind grundlegende Regeln einzuhalten:
- Nachfragen bevor fremdes Eigentum benutzt wird (Ich habe noch keinen Landbesitzer, weder privat noch öffentlich, erlebt der eine einzelne Uebernachtung verweigert hätte).  
- Verlass den Platz immer ein bisschen besser als du ihn angetroffen hast.

OK, wer in touristischen Hochburgen, wie Zermatt oä., seine Schlaftüte ausrollen will, bekommt Probleme. Hat aber wohl auch ein atypisches Verhältnis zur eigenen Intimsphäre.

Aurelio

daurelio@gmx.net

06.09.2006

Wusste gar nicht das es noch andere Biwak-Wanderer gibt! ;)
Ich biwakiere schon seit 20 jahren regelmässig in der Natur und ich hatte noch nie Probleme.
Die Grundregeln waren aber immer; Biwakplatz früh genug suchen, aber mit dem aufsellen des Zeltes bis zum eindunkeln warten, kein Lärm, kein Abfall und morgens auch zeitig wieder los.
Mitlerweile verzichte ich aber gelegentlich auf das Zelt und begnüge mich mit einer Blache (statt Zelt) und kaltem essen.Ziemlich spartanisch, ich gebs ja zu, aber der Rucksack wird um eineiges leichter!
Machts gut, geniesst die natur!

Gruss Aurelio

Alternatives Wandern

Erich Gysel

08.08.2006

Einige von euch befürchten, dass durch das Publizieren von Biwakplätzen und Biwakwanderungen die letzten unberührten Refugien in unseren Alpen zu Allgemeinplätzen werden und der Zelttourismus aus den Fugen geraten könnte.

Die Befürchtungen scheinen mir vollkommen unbegründet zu sein. Wanderer, die nebst der normalen Wanderausrüstung noch weitere 5-6 kg (Zelt, Schlafsack, Essen, Kochgeschirr) mitschleppen wollen, sind eher rar. Die meisten Wanderer suchen zwar nicht die überfüllten Hütten, aber das Gemeinschaftserlebnis und den Gedankenaustausch mit anderen, und die trifft man in den Bergen eben nur abends in den Unterkunftsmöglichkeiten. Essen und Wein runden dann das Wandererlebnis ab.

Viele werden sicher auch abgeschreckt, weil sie sich vor Wetterwechseln in den Bergen fürchten. Die Gemeinde der Biwakfreunde wird sehr begrenzt bleiben. Dies ist meine Überzeugung. Nach meinen Webstatistiken ist es nur eine kleine Zahl von Besuchern, die überhaupt meine Webseiten zum Thema Biwakieren anklicken.

Ich werde die Liste der Biwakplätze weiter führen, aber nicht forcieren. Hinweise auf Biwakmöglichkeiten findet ihr bei den Zeltwanderungen.

Katrin

07.08.2006

Tim schreibt mir so richtig zum Bauch raus. Das Breitschlagen von Geheimplätzen, wie wunderbar das Trekken ist und auch die Gewitter...! Diese Problem hab ich auch noch nicht im Griff. Aber was Anderes möchte ich noch ergänzen: Ich nehme zwar auch immer ein Zelt mit, aber schlafen tu ich meistens im Freien. Das ist das Tüpfelchen aufm «i»!

Tim

21.07. 2006

Bin es seit Jahren gewohnt, mit meinem kleinen 1-Mann-Biwak durch die Alpen zu ziehen, letztes Jahr (05) unternahm ich eine Alpenquerung Monaco-München nur mit dem Biwak. Interessanterweise habe ich erst später erfahren, daß es auch außerhalb der Naturschutzgebiete Verbotszonen gibt - vor Ort hatte ich keinerlei Probleme, die Senner oder sonstigen Almbewohner waren mir stets freundlich gesonnen, mit meinem 80-Liter-Rucksack und den schweren Lederschuhen sehe ich auch nicht wie ein Tourist aus... Selbst im Gran-Paradiso-Park hat mir die Parkaufsicht trotz eigentlich strengen Verbotes gestattet zu biwakieren.
Interessant auch der Hinweis auf die Verbote im Tessin, da ich (UTOE-Bellinzona-Mitglied) schon seit ich denken kann auch in den wilden Verzasca-Tälern die Nacht in der Abgeschiedenheit verbringe - völlig ohne Probleme, kann mich meinem Vorredner nur anschließen!
Auch was die Hütten betrifft: es muß schon aus Eimern schütten daß ich mich mal in einen stinkigen Schlafsaal quetsche :-) Die Alpen der Schweiz und Italiens sind glücklicherweise nur an "Knotenpunkten" stark erschlossen, wenn man diese meidet kann man noch wahre Einsamkeit genießen - da werden die Bündner Alpen zum kleinen Lappland...
Zudem möchte ich niemals wieder auf diese wunderbare Unabhängigkeit verzichten. Was gibt es Schöneres als einfach drauf los zu stiefeln und nicht auf die Uhr sehen zu müssen?!
Was ist eigentlich zur allgemeinen Gefahr bei Gewitter zu sagen? Im letzten Jahr hatte ich oft das zweifelhafte Vergnügen auf über 2500m in Gewitterstürmen zu nächtigen. Wie gefährlich ist das wirklich? Hatte teilweise eine Heidenangst... Tip: Fuorcla Starlera zwischen Innerferrera und Mulegns meiden, jedesmal wenn ich da das Zelt aufstelle kracht´s! ;-)
Ansonsten kann ich nur anraten, keine Biwakstellen in öffentlichen Foren zu verbreiten, auf den 1:25000-Nationalkarten lassen sich rasch gute Plätze finden, jeder sollte selbst danach Ausschau halten - sonst macht man am Ende noch die letzte Rückzugsmöglichkeit aus unserer durchzivilisierten Welt kaputt...
Viele Grüße an alle Gleichgesinnten,
Tim

Oli

11.10.2005

Ich übernachte oft in einem kleinen Zelt abseits der Wege, meist in einer Höhe, wo sowieso niemand vorbeikommt am Abend, geschweige denn am morgen. Ich verlasse den Platz so, wie ich ihn vorgefunden habe, wenn schon Abfall lag, hebe ich ihn auf.
Feuer würde ich nie machen, ist ja eh kein Holz da.
Das Sch*** kann man sich auch verklemmen, im Notfall halt eine kleine Grube buddeln. Schliesslich fragt auch niemand wohin die Fäkalien in einer SAC Hütte gehen. (Ruhig mal nachfragen, dann wird sich manch einer nicht mehr das Gesicht im Bergbach waschen :).Neben Fäkalien gehen da noch ziemlich viel waschaktive Stoffe runter.
Die ganze Diskussion um das Biwakieren ist doch lächerlich. Es wird ja niemand auf die Idee kommen eine Party mit viel Abfall in den Bergen zu feiern, denn das schleppen und laufen hält alle davon ab. Es geht doch auch ums Geld. Viele Clubhütten gehen heute zu einem Berghotel über. (Duschen, 3-Gänge Menü, 24h Strom, Telefonkabine, Duvet, etc. etc. Alles wird mit Hubschraubern in die Berge geflogen, was die Fauna wohl mehr stören wird als ein Zelt mit Schnarchgeräusch.
Von der Polizei habe ich keine Angst. Das sehr geringe Bussgeld, falls etwas schief geht hat man mit 3 Touren wieder raus, weil man die zum Teil stolzen Preise der Clubhütten nicht bezahlen muss.
(Tessin hat ziemlich hohe Bussen). Persönlich wurde ich noch nie verscheucht oder gebüsst.
Die Berge gehören allen. Haltet sie einfach sauber. (Verpackungen wiegen ja eh nichts).
Es ist an der Zeit alle leben zu lassen.

Cornelia Studer

connys@hispeed.ch
28.06.2005

 

Ich möchte gerne den Jurahöhenweg durchwandern und dabei mit meinem neu erworbenen Zelt übernacht. Ich finde aber nirgends Hinweise, ob auf dieser Wanderung das viwakieren erlaubt ist. Auch habe keine offiziellen Campingplätze in der Nähe des Wanderweges gefunden.
Hat irgendjemand Erfahrung mit biwakieren in den Kt.  Aargau, Solothurn, BernerJura, Neuenburg?

Alternatives Wandern : Wer Cornelia helfen kann, soll sich mit ihr direkt in Verbindung setzen.

Jan Gerbermann

kawajan@gmx.net

28.06.2005

Ich Zelte Campiere oder Biwakiere wie immer man das auch nennen möchte jetzt seit nun mehr als 15 Jahren in den europ. Bergen . Ich habe 1. nie Verbotsschilder gesehen und 2. auch nicht darauf geachtet , weil ich sie ohnehin missachtet hätte . Wenn man draussen in den Bergen Uebernachtet tut man das doch eh abseits vom Weg in einer Umgebung wo eh niemand hin kommt , an einer Wasserstelle oder ähnlichem wo man allein auf weitem Flur steht und keine Menschenseele vorbei kommt (so war es zumindest bisher immer ).Man ist dort doch so ungebunden und zwanglos das man sich doch sowieso automatisch richtig verhält , soll heissen ,  die Natur und alles drum herum respektvoll behandelt und sich einfach nur diese schönen Momente und Eindrücke in sich aufnimmt . Das lass ich mir doch nicht durch unsinnige Verbote von irgendwelchen Pargaphenreitern nehmen .
Verbote sind in diesem Fall zu brechen da und wenn man nicht erwischt wird ist es keins .
Wenn es den doch mal hart auf hart kommen sollte musste man halt ein NOT BIWAK einlegen . Da gegen kann jawohl nimand was sagen oder ist es sinvoller mitten in der Nacht in den Bergen rumzustolpern und sich in eine Notsituation zubringen und sich vielleicht noch von der REGA ausfliegen zulassen , als in einem kleinen Zelt zu schlafen und auf den nächsten Tag zu warten .
Ich bin der Meinung das jeder der in der Natur draussen schlafen will das auch tunen darf solange er sich vernünftig verhällt . Man darf sich nicht von den ganzen Gesetzen und Verboten von heute einschüchtern und überschwemmen lassen .
Also weiterhin viel viel spass beim draussen sein .

Dr. Timo Widmer

17.06.2005

Ich bin auf Ihre interessante Seite zum Thema Zeltwandern gestossen. Leider habe ich bisher sehr schlechte Erfahrungen mit meinen Campingplätzen gemacht. Ich musste schon verschiedentlich mitten in der Nacht, abends oder in der Früh wieder aufstehen, was mit kleinen Kindern besonders unangenehm ist (z.B. Klöntalersee, Wald oberhalb Pontresina, Grimselpassregion, Sustenpass etc). In einem Fall wollte man sogar die Polizei kommen lassen. Im Verzascatal meldet der Postautofahrer, welcher mit seinem Feldstecher an den Haltestellen die Gegend absucht, der Polizei die "Zeltsünder" per Funk.
Da meine Mutter aus Finnland stammt, kenne ich eine viel liberalere Praxis. Wenn man genügend Abstand zu Gebäuden hält, darf man zelten wo man will. Am schönsten ist es auf irgendeiner kleinen unbewohnten Felseninsel im Saimasee, die man per Kanu erreicht.
Ich kenne allerdings einen sehr schönen Platz am Furkapass am Weg zur Siedelenhütte mit kurzem Zugang zu den schönen Klettereien, wo es noch nie Probleme gegeben hat. Wir sind praktisch jeden Sommer da.
Zu meinen Fragen:
a) Ist es erlaubt, irgendwo zwischen dem Oberalppass und der Maighelshütte SAC zu campieren?
b) An welchen Orten/Kantonen ist es prinzipiell verboten? (OW, TI ?). Wegen meiner kleinen Kinder bin ich darauf angewiesen, dass die Zeltplätze nicht extrem abgelegen sind. Ihre Vorschläge kommen deshalb für uns erst in einigen Jahren in Frage.
c) Wer kann Auskunft geben? Timo.Widmer@helsana.ch

Danke und freundliche Grüsse
Timo Widmer

Dr. Timo Widmer

17.06.2005

Meine Frau hat in der Zwischenzeit bei der Gemeinde Tujetsch (Sedrun) angerufen. Prinzipiell sei wildes Campieren verboten. (Wenn es sowieso generell verboten ist, weshalb braucht es dann noch explizite Verbote: Gemeindegesetze, Verordnung Jagdbanngebiete?). Der zuständige, nette Herr, dessen Namen ich gerade nicht mehr präsent habe, meinte, dass wir als Familie das aber für eine Nacht ruhig tun dürfen. Wir sollen ihm das Datum und die Koordinaten per E-mail zustellen, damit er auf allfällige Reklamationen reagieren könne. Ein Anliegen war ihm noch, dass wir unsere Fäkalien vergraben. Und natürlich sollen wir keinen Abfall hinterlassen.

Können Sie auf Ihrer Seite eine Liste veröffentlichen, wo das Biwakieren und Campieren explizit verboten ist. Ideal wäre eigentlich eine Schweizerkarte. Leider gibt die SAC-Broschüre darüber keine gute Auskunft.
Die Situation ist absolut unübersichtlich. Gemäss einer Aussage des Umweltschutzbeauftragten des SAC ist das Campieren in den Bergen nicht generell verboten (http://alpen.sac-cas.ch/html_d/archiv/2003/200312/ad_2003_12_05.pdf). Man solle nicht in der Nähe von SAC-Hütten campieren. In Norwegen und Schweden gibt es bei jeder Berghütte auch einen Campingplatz mit Campinggebühr. Oft konsumieren die Wanderer auch in den Hütten. Ich hätte nichts dagegen, dem Hüttenwart für seine Arbeit an Wanderwegen, Klettergärten und die Benutzung der WC's einen rechten Obulus zu entrichten. Ich würde auch in seiner Hütte konsumieren. Wenn ich mit meinen Kindern nur nicht immer in diesen engen und überfüllten Kojen liegen müsste.

Hier mein kleiner Verbots-Beitrag:
- Nationalpark, Jagdbannbezirke (Bundesverordnung, ich weiss nur nicht, wo die sind), Naturschutzgebiete
- Verzascatal (eigentlich im ganzen Kanton Tessin, man darf auch keine Steine sammeln)
- Misox (ganzes Tal)
- Im Wald der Gemeinden Sufers, Tomils, Obersaxen (evt. ganzes Gemeindegebiet), Valendas/Versam, Saas im Prättigau, Malans, Meienfeld)
- Ganzes Gemeindegebiet von Flims, Arosa
- Ganzes Gebiet der Gemeinde Trimmis
- Alp Flix Moorlandschaft
- Moorlandschaft Schwägalp
- Golzerensee (Ich glaube im ganzen Maderandertal und Fellital ist es verboten)
- Ganzes Gemeindegebiet Leuk
- Ganzes Gemeindegebiet Zermatt
- Sustenpassregion, Kanton Bern
- Grimselpassregion, Kanton Bern
- Urnerboden (Klausenpass Uri, Reglement über den Schutz von Hoch-, Flachmooren und Quellen, ich weiss nicht recht ob damit der gesamte Urnerboden gemeint ist)
- Klöntalersee, Kanton Glarus
- Ganze Region Göscheneralp
- Wildschutzgebiet Freiberg, Kärpf,Mettmenalp, Kanton Glarus
- Am Mont Blanc bei der Gouter-Hütte gibt es jeweils eine Zeltstadt auf 3800m, obwohl es absolut verboten ist, worauf mehrere Schilder hinweisen. Erlaubt ist es weiter unten beim  Refuge de Tête Rousse.

Beim Einstieg am Hörnligrat am Matterhorn ist es knapp geduldet. Offenbar der internationale Druck .  Bei meiner Feldarbeit als Geologe habe ich übrigens in zwei Sommern mehrere Wochen im südlichen Adamellogebirge (Italien) ohne eine einzige Reklamation gezeltet. Die Region ist allerdings sehr abgelegen. Erstaunlicher ist, dass ich auch auf der Täschalp, in der Rimpfischwäng, auf der Pfulwe bei Zermatt und am Septimerpass bei Bivio ungestört habe zelten können. Unproblematisch ist meist auch das Zelten im Winter oder Frühling auf Skitouren, weil niemand da ist, den es stört (z.B. zuhinterst im Fex-Tal, Daubensee am Gemmipass, Val da Camp, Furka beide Seiten).  Einige Hinweise gibt es auch in den Plaisirführern (Von Känel) und im SAC-Buch Klettern mit Kindern.

Freundliche Grüsse
Timo Widmer

Alternatives Wandern

Erich Gysel

 

Danke Timo Widmer für die ausführlichen Statements. Auf ihre Anregung hin, habe ich eine Biwakverbotsliste aufgenommen. Die hoffentlich laufend ergänzt wird.

Die rechtliche Lage ist in der Tat sehr verworren. Und wer genötigt ist, in der Umgebung notwendiger Infrastrukturen (Hütten, Alpbetriebe, Bergrest., etc.) zu biwakieren, läuft Gefahr mit den Gesetzen und Verordnungen der betreffenden Gemeinde in Konflikt zu geraten. Für den, der die Möglichkeit hat, verlassene Gegenden aufzusuchen, wird dieser Unbill kaum ausgesetzt  sein.

In den Gegenden, in denen ich mit dem Zelt unterwegs war, hatte ich nie irgendwelche Probleme, was auch darauf zurückzuführen ist, dass ich den ganzen Tag kaum eine Person antraf.

Ich möchte doch aber auch die Gegenseite vertreten :

  • Der Biwaktourismus hat leider den Geruch des Billigtourismus - Leistung und Infrastrukturen benützen - aber nichts dafür bezahlen. Outen sie sich, als nicht zugehörig zu dieser Kategorie.

  • Leider kommt es immer wieder vor, dass Biwakfreunde (natürlich auch andere) mehr als nur ihre Fussspuren hinterlassen oder keine Rücksicht nehmen auf das Ökosystem. Diese Vorkommen begünstigen den Ruf der Campierer nicht gerade.

  • Wenn sie in der Nähe einer SAC-Hütte campieren wollen, reden sie mit dem Hüttenwart. Wenn sie bei ihm Essen und Trinken, wird er kaum etwas dagegen haben. Bei den meisten Hütten ist er nur Pächter. In seine Tasche fliesst der Umsatz des Restaurationsbetriebes. In die Kasse der SAC-Sektion diejenigen der Übernachtung. Im Hochsommer sind viele Hütten ohnehin ausgebucht. Er macht mit ihnen also einen Zusatzumsatz, den er sonst nicht hätte.

  • Die besten Erfahrungen habe ich gemacht mit Alpbetrieben. Fragen sie den Senn und zeigen sie ihm auch, dass sie beim gerne Einkaufen möchten. Die Alpbetriebe sind auf Einnahmen angewiesen.

Wir hoffen, dass sie sich in den Alpen so verhalten, dass wir Biwakfreunde den etwas ramponierten Ruf verbessern und die Bergbevölkerung uns akzeptieren wird. Teilen sie uns weiterhin ihre Meinungen und Erfahrungen mit zum Nutzen aller.

G. Hofer

1.02.2005

Zeltwandern → Mit dem Biwakzelt in die Bergen ziehen - auf der Suche nach Ursprünglichkeit und unberührter Natur.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für diese Beschäftigung, wobei "Wildes Zelten" (Uebernachten in Reichweite des Autos), davon ausgeschlossen ist: Aufstieg mit der Biwakzelt-Ausrüstung zu einem Aussichts-Biwakplatz, anderntags Wanderung mit Abstieg ins Tal.

→  es zählt das Zelterlebnis; die Tour würde sich mit leichter Wanderausrüstung eintägig durchführen lassen.

Aufstieg mit Biwakzelt- und Alpinausrüstung. Der Biwakplatz dient als Basislager für eine oder mehrere Bergtouren und Gipfelbesteigungen. Das Zelt bleibt tagsüber unbeaufsichtigt stehen.

→  Bergtouren und Gipfelbesteigungen mit Biwakzelt und Alpinausrüstung sind reiner Selbstzweck; sie lassen sich leichter von einer Clubhütte aus durchführen. Einsamstehende Zelte mit teurem Inhalt können ausgeraubt werden.

Mehrtägige Zeltwanderungen von Biwakplatz zu Biwakplatz.

→  diese gelten als Kernstück des mehrtägigen Aufenthalts in den Bergen.

Die Dauer der Wanderung und die Länge der einzelnen Etappen werden durch das Rucksackgewicht, das Wetter und die körperliche Verfassung bestimmt.

Wem das Gewichtschleppen (12 - 15 kg pro Person) nicht zusagt, findet in allen Gegenden der Schweiz gut dokumentierte Wanderungen von Hütte zu Hütte.

Fazit: das Uebernachten im Biwakzelt entspricht in den Schweizer Alpen keiner Notwendigkeit - im Gegenteil - Zeltwanderrouten und Biwakplätze, genügend entfernt von Berghütten, sind nicht leicht zu finden. 

→  Was jedoch für den Biwakzelt-Freak zählt, ist das "eins sein mit unberührter Natur". Selbst wenn sich dies unter schlimmen Bedingungen um Kochen und Essen in liegender Stellung im Schlafsack handelt. Noch schlimmer ist es in unseren alpinen Schafgegenden, kotfreie Zeltbödeli zu finden, da diese subventionierten Subjekte die gleichen Vorlieben haben wie wir für geschützte, flache Liegeplätze.

 

 


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