Bergwetter - die Sprache der Wolken


Wolken sind für eine Wettervorhersage bestens geeignet, da sie uns Auskunft geben, welche Vorgänge sich in der Atmosphäre gerade abspielen. Sie sind klare Zeichen des aktuellen Wettergeschehens und Vorzeichen des kommenden Wetters.

Gerade wenn man sich auf einer Wanderung in den Bergen befindet, stellt sich immer wieder die Frage, ob sich das Wetter bis zum Abend hält oder sich vielleicht ein Gewitter zusammenbrauen könnte. Wer also die Sprache der Wolken versteht, kann die weitere Wetterentwicklung relativ gut abschätzen.


Foto Cumulus humilis

Kleine Quellwolken - Cumulus humilis

Ausgangslage :

Quellwolken entwickeln sich, wenn von der Sonne erwärmte Luftblasen aufsteigen und das Wasserin der aufsteigenden und sich abkühlenden Luft zu einer Wolke kondensiert. Im Verlaufe eines Sommertages entstehen zuerst kleine Wolkenhäufchen, welche bei weiterer Thermik im Verlaufe des Tages immer grösser werden können.

 

Prognose : Schönes Wetter

Die Entwicklung von Quellwolken ist stark von der Tageszeit und Stabilität der Atmosphäre abhängig. Bleiben die die Wolken bis zum Spätnachmittag klein, ist das Wetter stabil.

   
Foto Cumulus congestus

Mächtige Quellwolken - Cumulus congestus

Ausgangslage :

An schwülen Sommertagen können sich aus kleinen Wolkenhäufchen schnell mächtige Quellwolken entwickeln.

Prognose : Aufkommendes Gewitter

Wenn sich bereits am Vormittag oder Anfang Nachmittag riesige Wolkentürme entwickeln, muss bald mit Gewitteraktivitäten gerechnet werden. Es besteht in diesem Falle eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass sich diese riesigen Quellwolken zu Schauer- und Gewitterwolken entwickeln.
   
Foto Cumulonimbus

Schauer- und Gewitterwolken - Cumulonimbus

Ausgangslage :

Mächtige Schauer- und Gewitterwolken stossen mit ihrem oberen Teil bis in die höheren kalten Luftmassen vor. Der obere faserige Wolkenteil besteht aus Eiskristallen und breitet sich oft ambossförmig aus. Der untere Wolkenteil besteht aus Wassertröpfchen und gleicht den sich mächtig entwickelnden Quellwolken.

Prognose : Schauer und Gewitter

Gewitterwolken können schnell wachsen und sich ausbreiten. An schwülen Sommertagen können einzelne Gewitterzellen zu riesigen Gebilden zusammenwachsen, die Blitz, Donner, heftigen Regen und Hagel Produzieren. Eine solche Wettersituation kann im Hochsommer auch bei einer eintreffenden Kaltfront auftreten.
 
Foto Kaltfront

Kaltfront

Ausgangslage :

Das Eintreffen einer Kaltfront ist vor allem im Sommer meistens mit heftigen Gewittern verbunden, die eine markante Abkühlung bewirken. Der Beobachter, der sich unmittelbar vor der Kaltfront befindet, sieht eine dunkle Wolkenwand auf sich zukommen. Plötzlich setzen heftige Windböen ein und mit dem einsetzenden - meist starkem Regen beginnt die Temperatur rasch abzusinken.

Prognose : Schneller Wetterumsturz mit Sturm und meist heftigen Gewittern

Manchmal kann nach 1 Std. das Wetter bereits wieder freundlich werden. Bleibt die Kaltfront jedoch an den Bergen hängen, erfolgt längerer und intensiver Niederschlag.
   
Foto Wolkenfahne

Wolkenfahne

Ausgangslage :

Wenn die Luft eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist, entstehen oft Wolkenfahnen auf der dem Wind abgewandten Seite (Leeseite) von Berggipfeln. Der schwachgeringere Luftdruck auf der Leeseite des Gipfels führt dazu, dass das Wasser in der Luft zur Wolke kondensiert. Damit dies möglich ist, muss die Luft fast gesättigt sein - also eine sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit aufweisen.

Prognose : Vergrössert sich die Wolke, verschlechtert sich das Wettern

Die Wolkenfahne gibt einen Hinweis auf bereits vorhandene sehr feuchte Luft. Vergrössert sich die Wolke, weist sie auf kommendes schlechtes Wetter.
   



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