Güner Lückli
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| 1. Tag : |
Duvin 1175 m - Güner Lückli 2470 m - Camaner Hütta 1958 m - Thalkirch 1686 m - Turrahus 1694 m - Wannatobel 1725 m |
1. Tag : Eine wenig begangene Wanderung mit Tiefblicken ins Val Lumnezia und Safiental. 2. Tag : Reger Verkehr auf den Tomülpass. Der direkte Abstieg ab Riefawald nach Vals kann bei Regen kritisch werden.
Gesamtdauer 9 Std. Schwierigkeit T2 Distanz 23.0 km Höchster Punkt 2470 m Aufstieg in m 1334 Abstieg in m 784 Autor Erich G. Gewandert am 7. Aug. 2004 ![]()
Anreise : Mit dem Zug nach Ilanz, Postauto Ilanz-Duvin Rückreise : Postauto Vals Platz - Ilanz
Bahnhof Ilanz Duvin, Parkplatz bei Schlafen im Stroh (siehe unten)
Güner Lückli 2470 m, Tomülpass 2450 m Piz Tomül 2945 m Zelt, Daunenschlafsack Abbruch der Tour : am 1. Tag Abstieg nach Safien Platz
Wir fahren mit dem Postauto ab Ilanz mit Umsteigen in Peiden nach Duvin. Die Verbindung ist sehr schlecht. Mit dem eigenen PW ist man flexibler. Auf der Wanderkarte ist der Weg ab Post Duvin in Richtung Nord angegeben. Dieser Wanderweg ist allerdings schlecht unterhalten. Ab Post nehmen wir das Fahrsträsschen das Ost-Süd-Ost verläuft. Am Ende des Dorfes ist auf der linken Seite ein Bauernhof mit Übernachten im Stroh. Nach einer kurzen Erfrischung folgen wir dem Fahrsträsschen weiter bis zur ersten Abzweigung nach links ( ca. 1 km, Pkt. 1353 m). Wir nehmen diese Abzweigung und folgen ihr weiter. Bei Pkt. 1665 treffen wir wieder auf den Wanderweg. Der Bergweg führt uns über die Alp Gretg auf einem gut begehbaren Pfad auf das Güner Lückli .
Der erste Wegweiser im Abstieg ins Safiental den wir antreffen bietet uns 2 Möglichkeiten. Entweder Abstieg über die Zalöner Alp nach Safien Platz oder den Höhenweg über die Camaner Hütta nach Thalkirch. Wir bleiben auf dem Höhenweg. Ab hier ist kein Weg mehr vorhanden. Einige einsame weiss-rot-weisse Pfähle stehen wie zufällig in der Landschaft. Wir halten die Höhe und laufen etwa 3.5 km den Höhenkurven entlang. Der Wiesenhang ist sehr gut begehbar. Nach etwa 1 Std. sehen wir 100 m unter uns einige Alphütten - die Camaner Hütta. Wir steigen zu diesen ab und durchqueren den Camaner Wald, wo wir auf die Hauptstrasse im Safiental stossen. Dieser folgen wir bis zum Turrahus. Hier könnte man im Zimmer oder Massenlager übernachten.
Heuschober im Safiental, unser Schutz vor dem Gewitter
Wir ziehen es aber vor, einen geeigneten Biwakplatz zu finden. Wir wandern etwa 1/2 km über das Ausgleichsbecken hinaus, wo wir rechter Hand hinter einem Heuschober direkt an der Rabiusa (Fluss) einen geeigneten Platz finden. Ein kühles Bad in der Rabiusa erfrischt uns umgehend wieder. Am späteren Abend überrascht uns ein Gewitter und starke Regenfälle. Wir flüchten in die nahe gelegene Hütte und nächtigen auf einigen Strohballen.
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Kartenausschnitt |
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Tourenprofil Güner Lückli 1. Tag |
| 2. Tag : |
Turrahus 1694 m - Tomülpass 2450 m - Piz Tomül 2945 m - Alp Tomül 2179 m - Vals Platz 1254 m |
Gesamtdauer 6 1/2 Std. Schwierigkeit T2 Distanz 16.8 km Höchster Punkt 2450 m Aufstieg in m 756 Abstieg in m 1196 Autor Erich G. Gewandert am 8. Aug. 2004
Wir packen unsere sieben Sachen zusammen gehen in Richtung Büel am Nordende des Ausgleichsbeckens und suchen die Abkürzung, die in der Karte als Verbindungsweg zum Tomülpassaufstieg eingezeichnet ist. Dieser Fussweg existiert aber nicht. So bleibt uns nur der Rückweg zum Turrahus. Dort beginnt der breite und gleichmässig ansteigende Bergweg auf den Tomülpass. Die offizielle Wanderzeit wird mit 2 1/2 Std. angegeben. Er ist aber leicht in knapp 2 Std. machbar. Der Tomülpass scheint ein beliebter Wander- und Bikerweg zu sein, denn unzählige sind unterwegs. Einige hundert Meter nach dem Pass steht eine Eisentafel, die den Einstieg zum Piz Tomül signalisiert. Man erklimmt den Wiesenhang bis zum Grat und folgt diesem bis zum Gipfel. Der Aufstieg ist sehr leicht zu bewältigen und man benötigt ca. 1 1/2 Std. Es existiert kein Weg und auch keine Markierungen. Für den Hin- und Rückweg sind ca. 2 1/2 Std. zu veranschlagen.
Schwarze Wolken ziehen auf - wie so oft in diesem Sommer - und wir beschliessen direkt abzusteigen. Auf der Alp Tomül ( 40 Min.) bekommt man Getränke und Alpkäse. Weiter über Riedboden bis zum Beginn des Riefawaldes (1876 m). Ab hier kann man einer Fahrstrasse mit weiten Kehren folgen, sich mit vom "Valser Wanderbus" abholen lassen oder den direkten, teilweise sehr steilen Bergweg nach Vals Platz nehmen. Letzterer ist bei Regen kaum zu empfehlen, weil der Weg stellenweise lehmig ist und bei Nässe schmierig wird.
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Kartenausschnitt |
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Tourenprofil Güner Lückli 2. Tag |
Varianten :
Wer eine ruhigere Wanderung vorzieht und weniger Gleichgesinnten begegnen möchte, wählt die Route über die Bärenlücke (2531 m). Diese ist detailliert im "Alpinwanderführer Graubünden" beschrieben (Route 30). Nach dem Ausgleichsbecken geht man bis zur Alp Piggamad, quert dort die Rabiusa und steigt zur Alp Pianätsch (2047 m) und Laubläger (2116 m) auf. Von dieser letzten Hütte sieht man die Bärenlücke im SW. Über die Weidehänge zur Lücke aufsteigen (3 Std.). Über Gras und Geröll kann man das Bärenhorn (2929 m) erklimmen (1 Std.). Auf der Westseite der Lücke steigt man in die Mulde des Chli Tomül ab und folgt dem Tal. Bei der Alp Tomül trifft man auf den Tomülpassweg. Von Turrahus bis Vals über die Bärenlücke muss man mit ca. 6 - 6 1/2 Std. rechnen.
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Safiental ![]()
SBB/Postauto ![]()
Ab Riefawald (Pkt. 1876) kann auf Anfrage ein privates Taxi (Valser Wanderbus) organisiert werden. Tel. Anfragen unter 081 935 12 79 oder beim Verkehrsbüro Vals, Tel. 081 920 70 70 ![]()
Duvin, Schlafen im Stroh, L. Camenisch, Tel. 081 931 10 52 Nach dem Ausgleichsbecken südlich des Turrahus findet man an der Rabiusa mehrere geeignete Biwakmöglichkeiten. Wanderkarte Safiental 1: 50 000, 1234 Vals und 1214 Ilanz, 1 : 25 000


