Wanderzeitberechnung



Die Wanderzeiten werden in der Schweiz nach einheitlichen Grundsätzen berechnet und nicht, wie Sie vielleicht vermuten, durch Ablaufen einer Wanderroute gemessen.

Während früher Marschzeiten mit Hilfe von Karte, Messzirkel und Marschzeittabelle relativ mühsam und zeitaufwändig berechnet wurden, können neue Zeitangaben bei entsprechenden technischen Voraussetzungen (Hard- und Software, digitales Kartenmaterial, digitales Höhenmodell etc.) direkt aus dem GIS (Geographisches Informations-System) - also aus dem PC - herausgelesen werden.

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten die Wanderzeit zu berechnen.

Einfache, in der Schweiz übliche Methode der Wanderzeitberechnung

Zur Berechnung der Wanderzeiten wird im Flachen eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von 4.2 km in der Stunde angenommen. Ein Höhenunterschied von 300 m (aufwärts oder abwärts) ergibt eine zusätzliche Stunde zum Horizontalwert.

Beispiel : Die horizontale Distanz sei 12.6 km, der Höhenunterschied 600 m, dann ist die zu erwartende Wanderzeit 3 Std. + 2 Std., also insgesamt 5 Std.


Eine genauere Wanderzeitberechnung

Diese geht davon aus, dass man im Abstieg pro Stunde mehr als 300 Höhenmeter schafft, angenommen werden 600 Höhenmeter.

1. Berechnen Sie einzeln die Zeiten, die Sie für die geplante horizontale Entfernung und für die zu überwindende Höhendifferenz benötigen: 4 km in der Ebene = 1 Stunde, 300 Höhenmeter Aufstieg = 1 Stunde 600 Höhenmeter Abstieg = 1 Stunde

 

2. Bilden Sie die Summe aus den Entfernungs-Zeiten und den Höhendifferenz-Zeiten.

 

Beispiel: 1. Die horizontale Entfernung beträgt 14 km, es geht 600 m bergauf und 300 m bergab.

14 km = 3 h 30 min, 600 m bergauf = 2 h, 300 m bergab = 0 h 30 min

Daraus errechnet sich eine Gesamtgehzeit von :

Entfernungs-Zeit = 3 h 30 + Aufstiegszeit = 2 h + Abstiegszeit = 0h 30 min =>  Totale Marschzeit = 6 h

Ergänzungen zur Marschzeit

  • Rastzeiten sind nicht eingerechnet

  • Die Marschzeitberechnungen basieren immer auf Idealbedingungen

  • In extremen alpinen Gelände erhöhen sich die Marschzeiten. z.B. bei Kletterstellen,

  • Tiefer Schnee kann die Marschzeit ebenfalls verlängern.

  • Die Horizontaldistanz und die Höhenmeter entnehmen sie einer topografischen Karte

  • Welche der beiden Berechnungsmethoden sie wählen, ist ihnen überlassen

Unsere Wanderrouten :

Bei unseren eigenen Wanderbeschreibungen geben wir in den Informationen und den Tourenprofilen die theoretischen Werte an, denn die individuellen Unterschiede können beträchtlich sein. Im Text der Tourenbeschreibungen wird gelegentlich erwähnt, ob nach unserer Ansicht die theoretischen Werte über- oder unterschritten werden können oder ob sie generell als realistisch eingestuft werden.



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